eMagazin „Gut leben!”
Zehn Fragen, um ein anderes Weihnachtsfest zu erleben
Erfahrungsgemäß ist die Vorweihnachtszeit nicht gerade entspannt. So schnell geht sie vorbei und ist voll gefüllt mit der Besorgung von Geschenken, verschiedenen Weihnachtsfeiern und nicht zuletzt mit der normalen Alltagsarbeit. Der Anspruch an die Feiertage ist dann, ohne Stress die Ruhe genießen zu können. Wir wollen Ihnen heute ein paar Fragen stellen, die dabei behilflich sein können, diesen Anspruch zu erfüllen.
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Zur Besinnung kommen
Gemeinhin wird die Weihnachtszeit als besinnlich angesehen. Besinnung bedeutet das Tempo herunter zu schrauben, tief Luft zu holen und über das nachzudenken, was in meinem Leben sinnvoll erscheint und was nicht. Manchmal kommt es aber ganz anders: aufgerieben zwischen Kirchenbesuch und Familientreffen, Ansprüchen von Ehepartner und Kindern sehnt man den ersten Arbeitstag herbei. Dann bleiben Besinnung und Neuorientierung auf der Strecke – same procedure as every year…
- 1. Was könnten Sie tun, um über die Feiertage zur Besinnung zu kommen?
- 2. Über was würden Sie in Ruhe nachdenken wollen?
Neue Möglichkeiten erfinden
Weihnachten ist die Zeit der Rituale. Möglichst wenig Veränderungen, selbst wenn man sich in den festgefahrenen Bahnen schon seit Jahren unwohl fühlt.
Das muss nicht sein und schon mit einfachen Entscheidungen lassen sich frische Ideen umsetzen. Statt aufwändig einen großen Braten zuzubereiten, könnte man auch mit der ganzen Familie im Bett frühstücken und das Zusammensein genießen. Anstatt den Kindern zu verbieten, den ganzen Tag Videospiele zu spielen, könnte man eine familiäre Brettspiel-Olympiade abhalten. Es kostet nur einen kleinen Preis: Kurz über die folgenden Fragen nachzudenken und die Ergebnisse dann umzusetzen.
- 3. Welche drei Weihnachts-Gewohnheiten mögen Sie am wenigsten?
- 4. Und welche drei Alternativen fallen Ihnen ein, was Sie stattdessen tun könnten?
Last Minute Geschenke
Was schenkt man sich, wenn man schon alles hat? Eine quälende Frage die Jahr für Jahr den Umsatz von Buchhandlung um die Weihnachtszeit nach oben schnellen lässt. Diese Geschenke verstopfen dann die Regale und man wird regelmäßig an die Nutzlosigkeit solcher Geschenke erinnert.
Als Last Minute Geschenke eignen sich vor allem alle Formen von Genussmitteln, die auf natürliche Weise in den nächsten Wochen wieder aus dem Haushalt verschwinden. Was gegessen, getrunken oder verwelkt ist, kann getrost vergessen werden und bietet im kommenden Jahr wieder eine Möglichkeit für angenehme Überraschungen.
- 5. Welche Idee haben Sie, Geschenke zu vereinfachen?
Die besten Geschenke
Wenn Kinder ihre Eltern fragen, was diese sich zu Weihnachten wünschen, erhalten sie manchmal zur Antwort: „Mir reicht es, wenn du brav bist.“ Abgesehen davon, dass man das Kind nicht unbedingt gerne verspricht immer brav zu sein, ist das Ideelle auch eine Möglichkeit für Geschenke unter Erwachsenen. Wie wäre es, wenn wir Geduld, Großzügigkeit, Gelassenheit, Ausgeglichenheit oder gemeinsam verbrachte Zeit verschenken würden?
- 6. Was wünschen Sie sich am meisten, wenn es nicht um Dinge, sondern um Gefühle und Haltungen geht?
- 7. Auch wenn nicht alle Menschen gleich sind – können Sie sich vorstellen, damit zu beginnen, genau dieses Gefühl an Ihre Frau/Ihren Mann, Ihre Kinder zu verschenken?
- 8. Wenn ja: Wie wollen Sie es tun?
- 9. Womit könnten Sie beginnen?
Die Zeit neu strukturieren
Mein Onkel hat mir einmal sein Geheimnis verraten, wie ein kleiner Ausflug zu einem großen Erlebnis werden kann. Man benötigt lediglich eine Thermoskanne und eine Brotdose dafür. Sobald man beim Feiertagspaziergang ein Picknick im Freien gemacht hat (jawohl, das geht auch im Winter), stellt sich das Gefühl ein, man sei den ganzen Tag im Freien gewesen. Die draußen verbrachte Zeit erscheint dadurch viel länger und nimmt so im Tageserleben einen großen Platz ein. Durch dieses Aufbrechen eines sonst nicht so variablen Tagesplans multipliziert sich der Erholungseffekt.
- 10. Welche Idee haben Sie, um durch einen anders strukturierten Tagesablauf Ihre Zeit zu dehnen?
Wir sind gespannt auf Ihre Antworten und wünschen Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest.
Genießen Sie sich selbst und Ihre Familie.
Alles Gute
Henning & Claudia Matthaei
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Ausgabe Nr. 51 /
2009 vom 15. Dezember '09
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Meine Idee den heiligen Abend einmal anders zu gestalten wäre, sich der Hirten auf dem Felde zu erinnern und am frühen Abend rauszugehen (mit einer Thermoskanne Glühwein oder Kinderpunsch) und dem Glockengeläut vom Rande der Stadt zuzuhören. Dabei das Weihnachtsevangelium erzählen und von der Hoffnung die davon ausgeht.
Dieses Jahr werden wir “unser”(Familie) Weihnachtsfest genau so gestalten, wie wir es uns immer gewünscht haben.
Kein Gehetze von Termin zu Termin.
Keine Festgelage wo ich (Frau) Stunden in der Küche steht. ( Wir brunchen mit Familienmitgliedern und jeder bringt was mit!)
Eigentlich mag ich Weihnachten, sich schick anziehen, das Festtagsessen. Leider waren meine beiden Exfrauen gradezu besessen von der festen Vorstellung über den Ablauf, das ein krummer Baum schon Sabotage und eine gelassene Einstellung schon Boykott war.
Wie gesagt, eigentlich mag ich Weihnachten.