Nicht nur Klinsmann fühlt sich ausgebrannt

Von Henning Matthaei Twitter | Facebook

Unter dem Titel „Arbeiten auf dem Schleudersitz“
berichtet das ORF am 15. August ’06 über den Burnout von Fussballtrainern.

Nicht nur Jürgen Klinsmann hatte das Gefühl,“innen einfach ausgebrannt zu sein“. Die Fußballsaison hat kaum begonnen, da beginnt bei manchem Trainer schon das große Zittern. Die Wetten „Welcher Trainer fliegt zuerst?“ sind längst abgeschlossen, die ersten öffentlichen Spekulationen lassen nicht lange auf sich warten.

Für die Fachleute steht fest: Das Bangen um den Job nagt am Nervenkostüm der Betroffenen.
„Die ständige Instabilität des Arbeitsverhältnisses ergibt eine belastende Spirale, die bisher offenbar nur zwei Auswege kennt: Die Entlassung des Trainers oder sein Burn-out„, so Diplom-Psychologe Christian Nawrath von der Technischen Universität Berlin.

Permanenter Erfolgsdruck greift die Psyche an. Was hier für Fussballtrainer beschrieben wird, ist für die meisten Führungskräfte Alltag. Die ständige Anspannung, bei Nicht-Erfüllung der Unternehmensziele den Arbeitsplatz zu verlieren oder öffentliche Schelte einzufangen führt zu immer stärkerer Abkapselung einerseits und zur Vernachlässigung persönlicher Erholung und Regeneration andererseits. Damit wird ein unheilvoller Kreislauf in Gang gesetzt.

Die letzte Stufe des Burn-Outs ist eine weitgehende Persönlichkeitsveränderung, die nicht selten mit dem Ende der Partnerschaft bezahlt wird.

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