Entscheiden Sie schnell, leicht und sicher?

Jede Entscheidung hat Konsequenzen. Entscheidungen können erfreuliche Veränderungen und Ergebnisse verursachen, sie können aber auch negative Konsequenzen nach sich ziehen und die Qualität Ihres Lebens beeinträchtigen.

Jede Entscheidung, die Sie treffen, wird einen Einfluss auf die Qualität und Richtung Ihres Lebens haben, auch wenn die Konsequenzen unterschiedlich stark sein werden.
Selbst eine kleine Kurskorrektur kann großen Einfluss haben, wenn man sie daran mißt, welche Folgen sie nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten hat.

Menschliche Reife zeichnet sich dadurch aus, die Konsequenzen von Entscheidungen möglichst vorausschauend zu betrachten.
Dieser Artikel beschreibt eine Strategie, um Entscheidungen mit langfristigem Blick zu treffen. Diese Technik kann Sie dabei unterstützen, schneller Entscheidungen zu treffen und dabei sicherer Ihre persönlichen Werte und Ziele zu verfolgen.

Unser Denken stellt ständig drei wichtige Fragen:

  1. Was will ich?
  2. Welche Folgen hat das für mich?
  3. Was soll ich tun?

Sie lernen hier eine Möglichkeit, diese drei Fragen gezielt so einzusetzen, dass Sie in die Richtung weitergehen, die genau zu Ihnen passt. Zunächst aber wollen wir die vier Hauptgründe betrachten, warum Menschen Entscheidungen aufschieben:

Der wichtigste Grund ist Angst. Viele Menschen befürchten, eine falsche Entscheidung zu treffen oder zu versagen. Es besteht allerdings eine größere Chance zu versagen, wenn man sich gar nicht entscheidet. Der schwierigste Schritt ist die Entscheidung selbst. Sobald einmal eine sichere Entscheidung getroffen wurde, ist der Rest einfach. „Feel the fear and do it anyway“, war der Lieblingsspruch eines Seminarleiters, mit dem ich einige Zeit zusammengearbeitet habe.

Der Wunsch nach Sicherheit. Wir machen uns meist nicht klar, dass Entscheidungen auf der größten Wahrscheinlichkeit aufgebaut sein müssen. Wenn Sie darauf warten, ganz sicher zu sein, was Sie tun sollen und wie sie sich entscheiden sollen, kann es zu spät sein.

Viele Menschen haben wenig Übung darin zu entscheiden. Die beste Art, gute Entscheidungen zu treffen, ist, häufig Entscheidungen zu treffen. Denn wenn Sie sich mitunter „falsch“ entschieden haben, lernen Sie schneller. Und dann können Sie das, was sie gelernt haben, verwenden, um in der Zukunft bessere Entscheidungen zu treffen.

Sich überfordert fühlen. Wir sind heutzutage einem permanenten Strom von Informationen ausgesetzt und wir setzen uns unter Druck, bei den Entscheidungen, die wir zu treffen haben, sämtliche Informationen zu Rate zu ziehen, die uns zur Verfügung stehen. Häufig wissen wir gar nicht, wo wir beginnen soll. Deshalb ist es notwendig, ein System zu benutzen, das uns unterstützt, uns auf genau die Ergebnisse zu fokussieren, die wir uns wünschen.

Wie funktioniert es nun, „richtige“ Entscheidungen zu treffen? Sie sollten auf jeden Fall alle wichtigen und/oder schwierigen Entscheidungen schriftlich bearbeiten. Versuchen Sie es nicht im Kopf! Auf diese Weise drehen sich Ihre Gedanken im Kreis und dadurch wird ein effektives Entscheiden schwierig oder sogar unmöglich.

Sechs Schritte für effektives Entscheiden

1. Ergebnisse: Der erste und wichtigste Schritt bei jeder Entscheidung ist es, sich über Ergebnisse und Zweck klar zu werden. Das bedeutet, sich darüber Gedanken zu machen, was Sie wollen und warum Sie es wollen. Welche Resultate wollen Sie erzielen? Welche Motivation haben Sie dafür? Und wie können Sie es feststellen, wenn Sie Ihr Ergebnis erreicht haben?
Wenn Sie sich über Ihre gewünschten Ergebnisse und Resultate klar sind, entscheiden Sie über deren Reihenfolge und Wertigkeit für Sie.

2. Wahlmöglichkeiten: Ermöglichen Sie sich eine Wahl, indem Sie verschiedene Möglichkeiten sammeln. Schreiben Sie alle Möglichkeiten auf, einschließlich derer, die zunächst vielleicht seltsam und an den Haaren herbeigezogen scheinen. Denn es gilt: Eine Möglichkeit bedeutet keine Wahl zu haben. Zwei Möglichkeiten sind ein Dilemma. Ab drei Möglichkeiten haben Sie eine Wahl. Ab vier beginnt die Freiheit…

3. Konsequenzen: Entscheidungen beruhen auf Wahrscheinlichkeiten und nur äußerst selten werden Sie in den Genuß absoluter Gewissheit kommen. Jede Entscheidung bringt auch Konsequenzen mit sich, darin liegt ihre Kraft. Wie auch immer, wenn Sie es versäumen, zum richtigen Zeitpunkt über die Konsequenzen Ihrer Wahlmöglichkeiten nachzudenken, kann das Schwierigkeiten mit sich bringen, die Sie hätten vermeiden können.
Schreiben Sie auf: Was sind die Vor- und Nachteile jeder Möglichkeit? Was gewinnen Sie bei jeder Option und was könnte sie Sie kosten?

4. Bewertung: Jede Entscheidung ist auch eine Klärung von persönlichen Werten.
Oftmals gibt es verschiedene Ergebnisse, die Sie gleichzeitig erreichen wollen. Deshalb müssen Sie sich klar darüber sein, wie Sie die Wichtigkeit dieser Ergebnisse bewerten. Erwägen Sie die Konsequenzen jeder einzelnen Option: Welche Ergebnisse werden davon beeinflusst? Wie wichtig ist jeder Vorteil oder Nachteil in Bezug auf das Erreichen Ihrer Ergebnisse? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Vorteil/Nachteil auftreten wird?
Welche emotionalen Folgen hätte es, wenn diese Option umgesetzt würde? Nachdem Sie diesen Schritt vollzogen haben, werden Sie möglicherweise einige der Optionen von Ihrer Liste streichen können.

5. Klärung: Schauen Sie den möglichen negativen Konsequenzen ins Gesicht. Sich nicht zu entscheiden ist oft die Folge des Versuches, Nachteile nicht voraussehen zu wollen. Untersuchen Sie die negativen Konsequenzen jeder der verbleibenden Wahlmöglichkeiten. Sammeln Sie dann verschiedene Möglichkeiten, wie Sie den jeweiligen Nachteil eliminieren oder reduzieren könnten. Verfahren Sie auf diese Weise mit sämtlichen Nachteilen, die Sie aufgelistet haben. Es entsteht auf diese Weise ein Feld von Handlungsmöglichkeiten.

6. Lösung: Treffen Sie Ihre Entscheidung. Basierend auf der Vorausschau positiver und geklärter negativer Konsequenzen wählen Sie die Option, die mit der größten Wahrscheinlichkeit Ihre Ergebnisse und Bedürfnisse erfüllt.
Wählen Sie ihre beste Option und lösen sie weiter Nachteile auf (wie in Schritt 5). Lösen sie sämtliche verbliebenen Nachteile auf. So wird die Entscheidung für diese Option energetisch aufgeladen.

Kreieren Sie einen Plan um Ihre Entscheidung umzusetzen und in Aktion zu bringen. Sie wissen welches Ergebnis Sie erreichen wollen, jetzt ist es Zeit den Plan zu schmieden und auszuführen.

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