Der Pfad durchs weglose Land

Von Henning Matthaei Twitter | Facebook

»In der Geschichte von Sir Galahad
stimmen die Ritter überein, sich auf eine Suche zu begeben,

jedoch, es für ehrlos haltend in einer Gruppe auszureiten,
betrat „jeder den Wald an diesem oder jenem Punkt,
dort wo er ihnen am dichtesten erschien,
jeder jedoch an solchen Plätzen,
wo sie keinen Weg oder Pfad vorfanden.“«

Joseph Campbell, Reflections on the Art of Living (zitierend aus: Anonymus, La Queste del Saint Graal)

Dieses schöne Zitat, das den abendländischen spirituellen Weg darstellt,
nach dem jeder seinen eigenen Zugang zur Wahrheit finden muß, habe ich auf Martin Weyers tiefgründiger Webseite über Joseph Campbell gefunden.

Der Weg des Helden in der westlichen Mythologie steht dem Weg des Bodhisattva im Osten gleichwertig gegenüber. Hier bestimmt die Suche nach der Begegnung mit dem Höchsten das Schicksal des Helden, dort übt der Bodhisattva das Handeln aus der Einheit mit dem Höchsten. Im Osten ist das »Ziel« des spirituellen Weges das »Ich bin!« oder »Der Vater und ich sind eins« zu realisieren, während im Westen die Queste, die heilige Suche zur Begegnung mit dem Unausprechlichen führt.

Der östliche Weg führt also in die Non-Dualität, der westliche zur direkten Zwiesprache mit Gott (Ein großes Beispiel dafür ist Franz von Assisi, der so tief in den Dialog mit Gott eintauchte, dass er die Wundmale Jesu in seinem Körper duplizierte.)

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