Moses, Buddha, Jesus, Mohammed – jeder Prophet hat seine Anhänger

Von Henning Matthaei Twitter | Facebook

Aber warum schlagen sich die Anhänger gegenseitig die Köpfe ein? Oder verbrennen die Flaggen von Völkern, die einem anderen Propheten huldigen? Oder regen sich auf darüber, dass andere ihre Flaggen verbrennen.

Es gibt einen Genuß an der Aufregung. Wenn westliche Zeitungen und Fernsehsender nicht so heiß hinter Sensationen her wären, würde der islamistische »Protest« ins Leere laufen. Aber wir sind verwöhnt. Wir brauchen auf dem weichen Sofa ein paar Nachrichten, die so ein gewisses Gruseln mit sich bringen. Der wichtigste deutsche Psychologe nach dem 2. Weltkrieg, Karlfried Graf Dürckheim, nannte es »numinosum et fascinosum«. Das Unheimliche bringt uns dies besondere Kribbeln.

Warum? Weil es einfacher ist, den Balken im Auge des Anderen zu sehen, als den Stachel im eigenen.
Und wenn wir schon bei biblischen Bildern sind: Kain und Abel hatten ihren großen Streit, weil sie sich nicht einigen konnten, wer Gott auf die richtige Weise anbetet. Da ist es dann besser, den Bruder umzubringen, als dass er weiter Gott lästert mit seiner Art des Gottesdienstes. Ach, das Töten ist im Christentum wie im Islam verboten? Sei’s drum, Gesetze sind zum Brechen da…

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