Mehr erreichen mit weniger Stress – Sechs Mini-Entspannungstechniken

Mit Minipausen und Kurzentspannungstechniken lässt sich mehr erreichen bei weniger Stress. Ein buddhistischer Lehrer drückte es so aus: Meditation ist die Disziplin der Entspannung.

Wir fragen unsere Leser: Was ist Ihre beliebteste Mini-Entspannungstechnik?

Seit das Rauchen nicht mehr angesagt ist, muss man sich seine Raucherpausen selbst organisieren. Kurze Pausen sind hilfreich, um sich nicht komplett an einem Problem festzubeißen. Nichts schlimmer als mit der Arbeit vollkommen identifiziert zu sein, denn das ist die Vorstufe zum Burnout. Disziplinieren Sie sich kurze Pausen zu machen, damit die Anspannung regelmäßig unterbrochen wird. Hier sind 6 Ideen dazu.

  1. Erinnerungen an Pausen statt Erinnerungen an Termine. Die Empfehlung eines Klienten ist das kleine Programm WorkRave. Es steht als Linux- und Windows-Applikation zur Verfügung. Für alle, die viel am Rechner arbeiten ein gutes Werkzeug, um daran zu denken sich zwischendurch einmal zu strecken und zu recken. Die Zeiten für Mikropausen und Ruhepausen lassen sich individuell einstellen.

    Meine Empfehlung ist, sich alle 5 Minuten für 30 Sekunden aus der digitalen Versenkung zu holen und die physiologische Konzentrationsgrenze von 45 Minuten als Anlass für längere Ruhepausen von 5-10 Minuten zu verwenden.

  2. Dreißig Sekunden für mehr Gelassenheit. Die Anspannung vor größeren Aufgaben oder Herausforderungen kann enorm sein. Unwillkürlich verkrapfen sich Schultern, Nacken oder Gesichstmuskulatur. Bewährt hat sich die Übung des „kleinen Todes“: Dreimal tief Ausatmen – und dann das Einatmen wie von selbst geschehen lassen.

    Der erste Atemzug, den ein Neugeborenes macht ist ein Einatmen. Der letzte Atemzug, den ein Sterbender macht ist ein Ausatmen. Im Ausatmen löst sich die Spannung und das Festhalten an Meinungen und Haltungen (im Körper manifestierten Denkmustern) fällt schwer.

  3. Schultern hochziehen – wie „keine Ahnung“. Ab und zu ist es nicht verkehrt sich selbst zuzugestehen nicht allmächtig zu sein. Die Bewegung von „Ich weiß nicht weiter“ – Schulter hochziehen und fallenlassen – entlastet die Nackenmuskulatur und hilft dabei ein paar tiefere Atemzüge zu nehmen.
  4. Das berühmte Mittagsschläfchen. 10 bis 20 Minuten reichen für eine Tiefenstspannung aus. Danach steigt die Leistungskurve deutlich höher an als ohne Mittagspause. (Siehe auch hier: Das Thema kleiner Schlaf, PowerNapping etc. habe ich schon einmal ausführlich behandelt.

    Die regelmäßige Pause um die Mittagszeit führt dazu, die Leistungsfähigkeit am Nachmittag um mehrere Stunden zu verlängern. Der Kurzschlaf lässt das Nervensystem einmal tief entspannen. Bevor sich jedoch der Kreislauf komplett auf den Sparmodus umschaltet, geht es schon wieder weiter. Das Ergebnis, Kreislauf oben, mentale Kräfte in Topform.

  5. Um Rat fragen: Ein Problem schrumpft mit der Anzahl der Mitdenker. Ich glaube diesen Tipp schreibe ich nur für mich selbst. Ich kann mich hervorragend an Kleinigkeiten festbeißen und zäh, alleine nach einer Lösung suchen. Die Alternative ist: einfach mal die Lösungssuche unterbrechen, jemanden anrufen (einen Telefonjoker sozusagen) und fragen, ob dem etwas einfällt. Oft produziert schon das Formulieren der Frage für andere einen neuen Denkkanal, der die eigene Kreativität fördert. Ganz zu schweigen davon, dass es tatsächlich sein kann, dass jemand anders etwas weiss, das ich nicht weiss.
  6. Witze erzählen. All diese Techniken sind mehr oder weniger für den Eigenbedarf gedacht. Es ist aber auch nicht schlecht, die Kurzunterbrecchnungen auf andere auszuweiten. Wenn sich Gespräche zu sehr hinziehen, Verhandlungen zäh werden, ist ein Witz häufig ein Eisbrecher, der neue Lebensgeister weckt. Nicht umsonst ist es angenehmer mit humorvollen Menschen zusammen zu sein, als mit humorlosen. Im Zen wird das Leben selbst manchmal als „kosmischer Witz“ bezeichnet.

    Witze sind die beste Strategie, sich aus der Verbisssenheit herauszulösen
    und sich an der Absurdität des Leben szu erfreuen. Faustregel: Witze, die nicht am nächsten Tag weiter erzählt werden, sind vergessene Witze. Menschen, die sagen, sie könnten sich keine Witze merken, sind bloß nicht offensiv genug, den gerade gehörten Witz dem nächstbesten Menswchen weiterzuerzählen. Und nicht zuletzt hilft Humor dabei, sich selbst weniger ernst zu nehmen – ein großartiger Entspannungshelfer.

Was ist Ihre beliebteste Minientspannungstechnik?

2 Kommentare zu “Mehr erreichen mit weniger Stress – Sechs Mini-Entspannungstechniken

  1. Ich versuche jeden Tag ein wenig spazieren zu gehen. Das lockert die Gedanken und die Muskeln und entspannt mich optimal. 25 Minuten genügen vollkommen und mein Handy kommt meistens nicht mit.

  2. Anstelle vom Powernapping kann man sich auch auf dem Sofa eine Phantasiereise anhören und ganz nebenbei noch ein paar Suggestionen mit aufnehmen. Eine kostenlose gibt’s z.B. bei start2dream.de zum Download.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.