Wertschätzung in der Partnerschaft

Warum Frauen Männer verlassen

Warum verlassen Frauen ihre Männer? Es gibt eine Antwort auf diese Frage, die mindestens 80% aller Fälle abdeckt. Eine Frau gibt ihrem Mann den Laufpass, wenn ihr die Wertschätzung fehlt und sie sich zu lange nicht mehr mit ihm verbunden gefühlt hat.

Wenn eine Frau fremd geht, ist das oft ein Wink mit dem Zaunpfahl. Sie versucht ihrem Partner zu verstehen zu geben, dass ihr Aufmerksamkeit und Liebe fehlt. Da sie beides zu lange nicht von ihrem Mann bekommen hat, führt sie ihm ihre Attraktivität vor Augen. Zur Not eben mit einem anderen, wenn er selbst sie nicht bemerkt. Während Fremdgehen für einen Mann häufig die Suche nach Bestätigung seiner Potenz ist, suchen Frauen einen Beweis, die Liebe wert zu sein.

Wertschätzung ist Liebe

Frauen sind von Natur aus die Liebe wert. Die Essenz des Weiblichen ist Liebe und die Unfähigkeit von Männern, dieser Tatsache Ausdruck zu verleihen, ist das Drama aller Beziehungen, die zerbrechen. Wir werden in einer patriarchal geprägten Kultur dazu erzogen, das Weibliche zu mißachten und geringzuschätzen. Was für ein Fehler. Jeder Mann sollte sich überlegen, wer ihn auf die Welt gebracht hat…

Aufgrund mangelnder Übung, wissen die meisten Männer nicht, wie einfach es ist, eine Frau glücklich zu machen. Dabei ist es der größte Genuss eines Mannes, wenn seine Frau strahlt und ihre Liebe ihm entgegenfließt. Damit das geschieht, muß er in ihr ein stabiles Gefühl der Verbundenheit hervorrufen. Viele Männer versäumen das oder wissen nicht, wie es geht.

Eine Frau fühlt sich mit ihrem Mann verbunden, wenn sie merkt, dass sie im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit steht. Im heutigen Berufsleben erscheint das als ein Ding der Unmöglichkeit. Das stimmt auf den ersten Blick, lässt sich aber mit den Mitteln unseres Arbeitsalltags kurieren. Denn die meisten Männer wissen, wie man ein Projekt strukturiert und zum erfolgreichen Abschluss bringt.

Wertschätzung als Projekt

Betrachten Sie Ihre Partnerschaft als Projekt. Auch im Beruf wird Ihnen nichts geschenkt und Sie müssen sich Ihre Lorbeeren verdienen. Der Aufstieg erfolgt erst, nachdem Sie sich eingesetzt haben. Dieser Artikel stellt Ihnen eine Checkliste zur Verfügung, die Sie unterstützt, Ihrer Frau regelmäßige kleine Aufmerksamkeitsimpulse zu schenken. Kopieren Sie sie auf Timer-Größe und erneuern Sie sie jede Woche für die nächsten drei Monate.

Laden Sie sich dafür die Wertschätzungs-Checkliste herunter:

Projektplan glückliche Ehefrau (PDF)

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Zur Erweiterung und Veränderung nach eigenem Wunsch gibt es hier die Excel-Vorlage:

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Aufmerksamkeit per APP trainieren. Sie können diese Downloads auch als Anregung verwenden, um eine App damit zu füttern, die Ihnen dabei hilft, neue Gewohnheiten zu etablieren. Android bietet beispielsweise den Loop Habit Tracker. Apple hat Habit Bull zu bieten.

Frauen lieben Überraschungen! Es hat sich zwar bewährt, alle wichtigen Termine wie Geburtstag, Hochzeitstag etc. im Handy einzuspeichern, um rechtzeitig Blumen zu kaufen. Sie können allerdings Extra-Bonuspunkte sammeln, wenn Sie sie beispielsweise ab und zu einmal unerwartet anrufen. Einfach nur, um kurz etwas mitzuteilen, an das Sie gerade gedacht haben. Oder Sie bauen öfter ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant ein und verbinden so das Angenehme mit dem Nützlichen. Lassen Sie sich dabei von Ihrer Wahrnehmung leiten: Ist heute ein guter Tag, um Ihre Frau aus ihrer Alltagsroutine herauszuholen?

Es muss gesagt werden, dass manchmal alle Mühe umsonst ist. Wenn ein Mann feststellt, dass alle seine Anstrengungen nichts fruchten, die Liebe seiner Frau zu entfachen, sollte er sich selbst und ihr gegenüber ehrlich sein und die Beziehung beenden. Je früher Sie Ihr „Projekt glückliche Ehefrau” starten, desto eher wissen Sie, ob das ansteht.

26 Antworten auf „Wertschätzung in der Partnerschaft”

  1. Bin erst seit ein paar Monaten mit einem, wie ich eigentlich finde, äußerst empathischen und liebevollen Mann, der zudem selbstständig ist, fest zusammen. Na ja seit letzter Nacht und einem sehr heftigen Telefonat bin ich mir da nicht mehr so sicher.
    Ich selbst war lange Jahre nach Geburt und unmittelbarer Trennung zwischen Vater meines Kindes und mir bis jetzt alleine (Kind ist schon aus dem gröbsten raus und in der Pubertät). Mein jetziger Partner weiß das und findet das mich unter anderem genau das ausmacht. Er selbst war bis vor ein paar Jahren fast 2 Jahrzente verheiratet. Er hat seine Frau verlassen weil er sich nicht mehr geliebt gefühlt hat. Es war ihm wichtig zu betonen dass es nicht wegen einer neuen Frau in die Brüche ging. Er hat z.T. auch eigene Kinder im gleichen Alter wie ich, was irgendwie gut paßt. Zudem ist er auch in der Rolle Vater sehr fürsorglich was mir gut gefällt.
    Mit etwas zeitlichem Abstand hatte er dann wohl 2 Beziehungen nach seiner Ehe. Die laut ihm aber nie länger als 2 – 3 Monate hielten.

    Im Moment ist er in den letzten Zügen seiner Scheidung – was auch eines der vielen Dinge ist die stets vorgehen. Natürlich ist mir sehr wohl der Umstand bewußt das die Scheidung für ihn aufreibend und wichtig ist endlich abzuhaken (für mich/uns ja auch) und natürlich ist mir auch klar das es intensive Arbeitsperioden gibt in denen man sich eben mal einige Tage nicht sehen kann. Aber im Zeitalter von Handy(sms)/Telefon/E-Mail & Co. muss doch deswegen die liebende Aufmerksamkeit nicht ganz wegfallen oder?

    Zu Anfang unseres Kennenlernens/Beziehung war dies ja auch irgendwie wichtig für ihn und er viel viel aufmerksamer – wie Frau das eben gut gefällt, auch um sich öffnen und fallen lassen zu können beim Mann. Was Mann auch genau weiß und sicher die Anfangsphase noch eher als „Projekt“ sieht für das er sich leidenschaftlich engagiert. Nämlich die Frau restlos für sich zu gewinnen. Raum & Zeit sind da kaum Hindernisse.
    Hat sich dieser Umstand dann halbwegs eingestellt – Mann also erreicht was die Zielsetzung vorgab sieht es plötzlich nicht mehr so üppig aus und gerade Tools wie ab und an ein paar Blümchen oder sonstige Gesten oder zB sms mit zärtlichen Worten zu verschicken werden dann verurteilt wenn man es wagt anzumerken dass da ruhig auch in dieser Richtung wieder ein wenig mehr kommen kann. Denn gerade diese kleinen Liebesbotschaften zwischendrin wenn man pyhsisch getrennt war haben mir viel bedeutet und sind doch nun wirklich eigentlich nicht der enorme Aufwand, oder doch? Nur seine Reaktion O-Ton: „Was soll denn diese ganze sms und Mail Schreiberei?“
    Tja vielleicht um dem anderen genau in Phasen (wir leben nicht zusammen) wo man mal längere Zeit am Stück nicht beim anderen/für den anderen bzw. mit ihm sein kann trotzdem Aufmerksamkeit zu schenken.
    Was also kann ich denn noch tun wenn ich ihm mehr oder weniger einfühlsam nahe geleght habe das ich gerade mal wieder seine Aufmerksamkeit vermisse und er nur vorwurfsvoll reagiert. Das ich ihn unter Druck setze/ihm ein schlechtes Gewissen mache. Er sagt er habe aktuell zu viel Druck und keine Energie übrig mir gegenüber Liebesbekundungen zum Ausdruck zu bringen. Es aber wieder anders werden würde wenn dies oder das nur endlich erledigt sei und ich solle ihm Zeit lassen.
    Aber man hat doch immer irgendwelche Verpflichtungen (mal mehr mal weniger umfangreich) und darf doch aber deswegen als Paar nicht versäumen in der Gegenwart zu leben.
    Kann/soll/darf ich mich damit abfinden … mein Bauchgefühl sagt nein und daher habe ich ihm gestern nacht zuletzt per Textnachricht weiterhin gutes Gelingen bei seinem aktuellen Projekt (restl. Renovierungsarbeiten an seinem Haus) gewünscht und mich für die schönen Momente in diesem Sommer bedankt. Bislang keine Reaktion – tut weh!!!
    Ach ja er war übrigens in all den Wochen nicht einmal mit mir zu zweit aus. Wir haben es zunächst genossen viel jeweils beim anderen zu sein (zum Teil auch der Kinder wegen) und gemütliche Koch- und Fernsehabende zelebriert. Doch obwohl ich es von anfang an bis jetzt formuliert habe das es mir fehlt und ich gemeinsame außerhäusige Unternehmungen wichtig finde – Fehlanzeige! Es sind immer andere Sachen / Projekt! wichtiger.

  2. Wenn man als Mann nun aber all das in den Jahren gelernt und umgestzt hat? Aber dabei -über viele andere Lebensprobleme, die man gemeinsam gemeistert hat- doch die Sexualität verkümmert ist?

    Ich erlebe, wie eine attraktive Frau um die Fünfzig Ihre Erotik bei anderen Männern sucht, und den Mann, der sich wirklich immer gekümmert und sich Ihr aufmerksam zugewandt hat, zurücklässt. Es wäre eine Aufgabe des Paares gewesen, die sexuallen Probleme gemeinsam zu lösen. Sie aber hat ihn zurückgelassen.

    Da hat die ganze Aufmerksamkeit des Mannes, die Liebe, die Zuwendung zur Ehefrau und deren Anerkennung nicht geholfen.

  3. Erst heute bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden…
    Dieser Beitrag hat mir ein kleinwenig die Augen geöffnet. Tatsächlich bin ich (nach 6 Jahren Beziehung) derzeit, wie sagt man so schön, auf dem Absprung. Es fing alles wunderbar an. Er ist zwar selbstständig, arbeitet viel, hatte aber immer recht viel Zeit für mich. Bedachte mich mit Aufmerksamkeiten, kleinen Zetteln, Blumen – eben das volle Programm. Akzeptierte es, wenn ich keine Zeit hatte. Auch ich hatte einen anstrengenden Beruf, war viel (auch im Ausland) unterwegs. Machte mir Komplimente, konnte (auch im Bett) gar nicht genug von mir bekommen.
    Seit 2 Jahren sieht es anders aus. Er arbeitet mehr als vorher, obwohl er sagt, es sei nicht so. Zwar fahren wir jedes Jahr in den Urlaub, vorher und nachher höre ich mir aber gerne diesen Satz an: „Wir müssen so zurückfliegen, dass ich direkt in die Arbeit kann. Ich bin lange genug weg, ich kann nicht immer weg sein.“ Schön! Bei mir kommt an: „Du klaust mir meine Zeit.“
    Ich bin unzufrieden, unzufrieden damit, dass ich mich bequatschen ließ, in seine Firma einzusteigen. Dies war eine Entscheidung für IHN. Ich wollte mich vor einem Jahr beruflich verändern (weil ich einfach mal ankommen wollte, ich war zuviel unterwegs, lebte aus dem Koffer) – nur, in meinem Beruf hätte ich in unserer Stadt nichts gefunden, ich hätte weggehen müssen. Er flehte mich an, es nicht zu tun. Schon vor 2 Jahren fing er an, mich ob des Einstiegs in seine Firma zu belagern. Schlussendlich sagte ich „Ja“. Nun sitze ich da, im Dilemma.
    Seit ich bei ihm arbeite, schiebt er unsere Beziehung nur noch auf. Alles ist wichtiger. Die Familie, die Freunde, vor allem seine Studentenverbindung. Entweder ist er bei Fußball, beim Männerabend, beim Kartenspielen, oder auf Männerwochenenden. Seit Monaten wollen wir für ein paar Tage nach London. Kürzlich fragte ich, ob es im Juli denn hinhauen würde. Seine Antwort: „Ufff… ich bin nur noch unterwegs. Erst ein WE Junggessellenabschied, dann das Männerwochenende, dann der Geburtstag von … (ist auch ein ganzes WE), und dann auch noch das Stammtisch-WE. Wann soll ich denn London noch reinquetschen? Arbeiten muss ich ja wohl auch noch.“
    Ach übrigens: sämtliche aufgezählten Aktivitäten sind reine Männer-Geschichten, Frauen nicht erwünscht. Für mich heißt das, er quetscht mich rein. Herzlichen Dank auch! Er sagt, wir sehen uns doch jeden Tag. Ja, in der Arbeit! Wenn wir zusammen zuhause sind, verbringen wir vielleicht eine halbe Stunde miteinander. Der Fernseher läuft dann und er packt sich sein Notebook mit Computerspiel auf den Tisch – den kompletten Abend ist er nicht mehr ansprechbar. Aber hey, er ist doch da (also, sagt er)! Ich bitte meinen Zynismus zu entschuldigen…
    Seit einigen Wochen (ich war nie der Stubenhocker, hatte aber schon ein bisschen zurückgesteckt, das muss ich eingestehen) bin ich wieder viel unterwegs. Nehme mich mehr und mehr aus der Arbeit raus (was heißt, ich arbeite nicht mehr 14 Stunden und länger) und unternehme viel mit meinen Freunden. Passt ihm nicht! Warum? Weil ich viele männliche Freunde habe. Was aus meinen Hobbys (Klettern, Snowboarden, Fallschirmspringen etc.) resultiert, viele Frauen gibt es einfach nicht, die das machen.
    Er könnte doch mitkommen, tut er nicht. Ich soll immer bei ihm mitgehen, er sagt „er würde sich freuen“. Ja, ich würde mich auch freuen, wenn er mal bei mir mitkommen würde. Und sei es nur ein Partyabend in einem Club… nee, in Clubs geht er lieber ohne mich…
    Ende vom Lied: wir unternehmen nichts mehr gemeinsam – vielleicht gehen wir mal ins Kino. Wenn ich es anspreche, wiegelt er ab, erklärt, was denn plötzlich los sein. Plötzlich? Seit 2 Jahren spreche ich genau darüber: über mangelnde Aufmerksamkeit seinerseits. Ich bin für ihn selbstverständlich geworden, ich bin ja da, mich kann man ja auf morgen verschieben.
    Nein, kann man(n) nicht! Irgendwann ist es genug. Das Dumme ist nur, ich liebe diesen Mann – weiß Gott warum. Also was tun? Ich merke, wie ich immer weniger Lust habe, überhaupt mit ihm zu sprechen. Erst heute sagte ich den Satz: „Ich hätte gute Lust mir Einen aufzureißen. Vielleicht schnallt er ja dann, dass mir was fehlt.“
    Er merkt, dass mir was fehlt. Er ist neuerdings eifersüchtig.
    Aber: Er unternimmt nichts (obwohl, er spricht davon, dass er Angst hat mich zu verlieren, sagt mir neuerdings ständig, dass er mich liebt).
    Er sieht nicht, dass ich mein altes Leben (vor ihm) wieder führe, weil es mir eh so erscheint, als gäbe es ihn nicht mehr. Von Liebesbekundungen, die in einer Computerspielpause getätigt werden, kann ich mir nix kaufen. Ich will keine Spiele spielen. Ich bin auch nicht mehr traurig, ich bin wütend. Und vor allem: Ich will nicht mehr in der Warteschleife hängen…

  4. danke für den beitrag und alle eure kommentare. ich bin zwar nicht verheiratet, habe aber seit langer zeit eine freundin. ich liebe sie wirklich und möchte mit ihr alt werden. nur habe auch ich bereits selber gemerkt, dass ich dinge nicht mehr so wert zu schätzen weiß und sie wohl nicht mehr die bestätigung von mir bekommt, die sie einmal bekommen hat. das finde ich selber sehr traurig und ich möchte dies auch wirklich wieder ändern! ich hoffe dies gelingt mir und ich möchte NIE wieder in diesen trott des „nicht mehr wertschätzens“ hineinfallen. Anregungen oder Kommentare hierzu sind sehr erwünscht!

  5. für mich kommt diese liste zu spät. bin seit 19 jahren verheiratet und habe 4 kinder. meine frau ist schon länger untreu und dabei auszuziehen. ich kann nur bestätigen, das männer im lauf der zeit alles als selbstverständlich hinnehmen. und genau das war mein fehler. ich bin dabei mein verhalten und meinen umgang mit meiner frau und den kindern ins positive zu ändern. bei meiner frau stoß ich dabei leider auf granit. eine aussprache kommt nicht zu stande. sie blockt nur ab.
    also männer, beachtet und versteht eure frauen als das höchste gut das ihr habt. denn man merkt erst was man an ihr hatte, wenn sie weg ist.

  6. Ich als Frau kann nur sagen: es wäre schön, wenn mein Mann solche eine Liste früher gehabt hätte und sie auch ernst genommen hätte. Für ihn war scheinbar nach der Hochzeit der Status Quo erreicht – es konnte nur noch bergab gehen. Ich habe mich dann mit drei Kindern und dem Haushalt nur noch wie ein Haushaltsgerät gefühlt, mit dem zwar kommuniziert wurde, das aber stets funktionieren musste. Meine bitten nach einer Auszeit zu zweit – mal essen gehen, mal Kino – kam er nie nach. Er wollte keine Babysitter. Mit neidischen Augen schielte ich in die Ehen meiner Freundinnen, die durch ihren Mann Respekt, Wertschätzung und ab und an mal eine Überraschung wie eine Tour, ein Wellness-Wochenende bekommen haben. Ich? Bekam nichts außer Anpfiffen, warum das Haus nicht in Ordnung sei…ich würde meine Arbeit nicht machen, er wäre auch ständig in Action und ich sause mit dem Kinderwagen durch die Sonne…was soll ich sagen? Viele Jahre, Verletzungen und Demütigungen später ist der Ofen hier für mich fast aus. Ich will reden – er nicht. Ich schlage Paartherapie vor – er weigert sich. Ich will anders leben – er hält mir die Tür auf. Ich fühle mich nur noch wie ein Haufen Dreck. Nein, er trägt dafür nicht die Verantwortung. Den Schuh muss ich mir anziehen. Habe es ja jahrelang hingenommen und eben NICHT rechtzeitig klare Worte gesprochen, sondern immer noch gehofft, meine geäußerten Wünsche und auch sorgen würden ihn berühren. Aber ich berühre ihn wohl nicht mehr. Sein Ziel: Bild der Familie muss aufrechterhalten werden, alle müssen funktionieren. Eine Seele gibt es nicht. Und gefühle? Werden versteckt.

    1. Der Beitrag ist zwar schon einige Jahre her…aber es tut mir im Moment gut, das zu lesen.
      Gut, dass ICH vor einigen Jahren den Schritt getan habe – nachdem ich all das genau so erlebt habe.

      Es sollte mir besser gehen – aber ich vermisse mein altes Leben – mit meinen Kindern, die jetzt erwachsen sind und immer noch beim Vater in unserem Haus wohnen schon sehr.

      Ich fühle mich manchmal schlecht deswegen, gegangen zu sein. Aber wenn ich diese Sachen lese, gibts mir wieder einen Auftrieb.

      1. Ja,..es ist als würde ich meine eigene Geschichte lesen..sehr traurig!
        Ich bin jetzt auch 21 Jahre verheiratet habe 3 Kinder,..

        Bei meiner kommt noch „UHNERLICHKEIT“ hinzu!

        Mein Mann hat sich auch geweigert eine Eheberatungstelle aufzusuchen und jetzt, erzählt er allen Freunden und Familie das das nicht stimmt.

        Mein Mann hat sich immer mal gerne auf Internetplattformen unter Pseudonym oder im Bordell herumgetrieben, und obwohl ich Ihm vergeben habe, denn ich bin ja noch da, behauptet er es wäre eine Lüge, vor allem vor unseren ERWACHSENEN KINDERN !!

        Es gab so viele kleine Lügen seid Anfang an ..Divererse Bauchgefühle das er mich betrügt.
        Ich Bilde mir alles nur ein ist seine Antwort!!
        Das alles hat Nie statt gefunden.!!

        Warum tut er das ?

    1. Lieber erstmal nachfragen… Die Aussage ist nicht erfunden! Immer wieder war genau das, was ich im Artikel beschrieben habe, die wesentliche Motivation für das Fremdgehen von Frauen: Nicht mehr wahrgenommen gefühlt, nicht beachtet gefühlt, unattraktiv gefühlt. Es braucht für die meisten Frauen sehr, sehr lange bis sie den Schritt gehen, sich mit einem anderen Mann einzulassen. Und selbst dann schwingt immer noch die Hoffnung mit: „Vielleicht merkt er (mein Mann) ja jetzt endlich, dass ich ihm etwas bedeute…“.

  7. Nichts dagegen, dass man dafür sorgt, dass die eigene Frau glücklich ist.
    Wenn sie schlechte Laune hat, ist man ebenfalls dumm dran – und umgekehrt.
    Die Frage ist: Nimmt man wahr, was im anderen vorgeht?
    Männer sind es gewohnt, ihre Probleme selbst und mit sich allein zu lösen – ansonsten gesteht man sich „unmännliche“ Unfähigkeit ein. Cooler Standpunkt der einem schnell in die Sackgasse führt.

    Ich stimme dem Autor insofern zu, als dass er mit seiner etwas einseitig klingenden Aussage mehr Recht hat, als provoziert.
    Andererseits sollte das Selbstbewusstsein des Mannes nicht ganz so hinten anstehen (wenn der Anlass dazu gegeben ist).
    Forderungen von Frauen wie Männern ohne Gegenleistung sind nicht geeignet, eine Beziehung zu gestalten. Jeder trägt dabei seinen Teil der Verantwortung – wenn er/sie sich dafür interessiert.

    Frauen bewegen sich häufiger in der Beziehungsebene als Männer. Ihre Chancen darin erfolgreich zu sein, sind allein dadurch meist höher. Doch das allein ist keine Garantie, dass es gelingt. Es gibt auch Männer, die diesbezüglich Ansprüche haben. Leider, wie ich finde, viel zu wenige.
    Und wenn dieser Artikel dazu führt, dass das Interesse daran geweckt wurde, um so besser.

  8. Die Ehe meiner Schwester:

    Was kann in einem Mann vorgehen, der genau weiß, dass es in seiner Ehe Kommunikationsprobleme gibt und der auf dem Prinzip beharrt: „Wenn wir das nicht selbst in den Griff bekommen, dann gar nicht!“ ??

    Dieser Mann kann schlecht Gefühle zeigen, er kann nicht direkt zeigen, dass er seine Frau liebt, und es schon gar nicht sagen. SIe hält daraufhin häufig Monologe und versucht ihm klarzumachen, dass sie das aber vermisst. Er konntert damit, dass er dafür auch andere Dinge an ihr vermisst ( Alltagszickereien, wie Umgehen mit Geld, der berühmte Müll oder die Zahnpastatube)
    Glatter Themawechsel und Mundtotmachen!

    Er würde nie in eine Paarberatung gehen, weil das für ihn „das Ende“ bedeutet und evtl. -meine Vermutung- das Zugeben seiner eigenen Unfähigkeit, Eheprobleme selbst zu regeln.

    D.h. für die Frau, so weitermachen, bis zum bitteren Ende, obwohl sie glaubt, dass es mit einem Kommunikationstraining viel besser klappen könnte. Langt es vielleicht, wenn sie ein Training macht ?

    Wie kann frau mit so einem Prinzipienreiter umgehen ?

    Maria

    1. Ein Grundprinzip unserer Arbeit gilt auch und vor allem in Familien: Sich raushalten, solange man nicht gefragt wird. Auf die letzte Frage ist daher die Antwort: Ihre Schwester wird selbst den passenden Umgang finden, bzw. hat ihn schon.

      Die Frage davor: Es schadet nie, seine eigenen Kompetenzen zu erweitern. Unserer Erfahrung nach teilen sich beide Seiten die Zuständigkeit für die Schwierigkeiten. Zu einem schweigsamen Mann „passt“ eine redselige Frau. Und oft bringt es das Paar weiter, wenn einer von beiden beginnt, den Status Quo zu beenden und echte Konsequenzen zu ziehen.

  9. hallo, ich habe einen Mann, der mich seit einiger Zeit vernachlässigt. Alles ist so wichtig nur ich nicht. Er ist ständig unterwegs, wenn er mal zuhause ist, hängt er am PC oder macht seit neustem Sudoku. Gemeinsame Unternehmungen gibt es nicht mehr. Ich habe Ihn schon mehrmals darauf hingewiesen, wie ich mich fühle, ohne Erfolg. Er erzählt mir wichtige Dinge nicht mehr, ich erfahre sie nur durch Zufall. Im Januar hatte er mit mir zusammen seinen Urlaub besprochen, ich bat ihn nach Abklärung in der Firma diesen in unseren Kalender einzutragen. Das ist nicht geschehen. Ich war im Februar Vereinsmäßig beschäftigt und habe Anfang März eine neue Arbeitsstelle begonnen und nicht mehr daran gedacht, bis letzte Woche, genauer gesagt 2. Mai, als er morgens zuhause geblieben war. Auf meine Frage hin, musste er noch Überstunden abarbeiten, fand ich Klasse dies auch schon zu erfahren. Ich musste zur Arbeit. 2 Tage später, er war wieder unterwegs musste ich etwas in den Kalender eintragen, ein Geistesblitz folgte, da steht gar nicht der Urlaub drin, wieder mal vergessen einzutragen, wann war das denn? Ich habe in seinem Aktenkoffer den Zettel gefunden, gelesen habe ich folgende Tage „2. Mai“ , wie war das Überstunden abbauen? Dann vom 23.05. – 13.06.08, ist ja noch lange hin oder? Ich habe ihn nicht mehr darauf angesprochen, denn es ich habe noch andere Dinge herausgefunden die mich so erniedrigt und gedemütigt haben, das ich kein Wort mehr mit ihm Rede und jetzt nur noch unterwegs bin. Mir reichts.

    Conny

  10. Was Frauen tun könnten:

    • Die Königin in sich aktivieren, die in sich ruht und sich ihres Wertes bewusst ist.
    • Ihrem Partner Aufgaben stellen und ihn für erfüllte Aufgaben mit Liebe belohnen.
    • Ihn herausfordern, immer klarer, ritterlicher und mitfühlender zu handeln.

    Ich glaube nicht, dass die Beziehungen an Fehlern der Männer scheitern, sondern manchmal an der Unfähigkeit und manchmal am Mangel an Bereitschaft zu erkennen, dass männliche Liebe eine Qualität ist, die erzeugt wird.

    Liebe ist Mitgefühl und Aufmerksamkeit IN AKTION. Häufig vewechseln aber Männer (und auch Frauen) kindliche Bedürftigkeit mit erwachsener Liebe. Das hat nichts miteinander zu tun…

    1. Wo ist der Unterschied zwischen kindlicher Bedürftigkeit und erwachsener Liebe? (Falls die Antwirt sich nur unter bestimmten Aspekten geben lässt: Was wird oft in einer erwachsenen Beziehung vom Partner erwartet, was aber eigentlich zu kindlichen Bedürfnissen zählt? Mir fallen lediglich zwei Sachen ein: Auf dem Partner sein Leben aufbauen; Vom Partner Heilung alter Wunden erwarten.)

  11. Ich kann Thomas nur Recht geben. Der Rubrik und den Kommentaren zu urteilen scheint Vernachlässigung allerdings ein typisch männliches Problem zu sein. Herrn Matthaei frage ich aber, was Frauen denn tun können und sollten, um sich die Aufmerksamkeit zu ERHALTEN. Scheitern Beziehungen eigentlich vorwiegend an den Fehlern der Männer? Den Eindruck bekomme ich…

  12. ja doch das kommt mir bekannt vor! LEIDER
    Meine frau ist dabei auszuziehen,dabei haben wir noch zwei kinder ich weiss nicht was ich tun soll, sie will nicht mal mehr mit mir reden ich kann nicht mehr
    und habe ständig das lied im kopf (LOVE IS A BATTLEFIELD)

  13. @ Thomas:

    Der Anlass dieses Artikels war eine ganz simple Beobachtung: Männer kümmern sich häufig VIEL ZU SPÄT um ihre Partnerschaft. Nach der anfänglichen Begeisterung beginnt die alltägliche Beziehungpflege. Auf die haben viele Männer KEINE LUST.

    Ich habe in unserer Beratungsarbeit immer wieder mit Paaren zu tun, in denen genau der oben beschriebene Mechanismus ablief: Er investiert nicht in Aufmerksamkeit für sie. Sie macht es lange mit. IRGENDWANN GIBT SIE ES AUF, auf ihn zu warten und sucht nach einem anderen Menschen, der ihr Aufmerksamkeit entgegen bringt.

    Der Mann regt sich dann auf, dass sie mit einem anderen schläft. Und bekommt dabei immer noch nicht mit, dass das Dilemma viel früher begonnen hat und weiter andauert. Mangelnde Aufmerksamkeit! Die Checkliste oben ist VORBEUGEND gedacht. Hinterher ist damit nicht viel zu retten.

    Allerdings stimme ich dem letzten Punkt definitiv zu. Wenn die Partnerin nichts geben mag ist es an der Zeit, dass der Mann ihr das sagt und ein Limit setzt. Und dann geht. Das ist eine toughe Form von Aufmerksamkeit, aber manchmal notwendig.

  14. Das ist eine extrem einseitige Betrachtungsweise, die den männlichen Partner und seine Bedürfnisse vollkommen außen vor läßt und Frauen pauschal in ein rosarotes Klischee-Licht stellt.

    Die Realität sieht leider anders aus. Dort fühlen sich sowohl Männer als auch Frauen in einer langjährigen Beziehung häufig gelangweilt und vom Partner bzw. der Partnerin wenig gewürdigt. Oft schaffen es beide nicht, ihre Trägheit zu überwinden und den Alltagstrott aufzubrechen. Manchmal fühlen sie sich dabei noch gar nicht mal unwohl, denn das ist ja schön bequem. Bis dann plötzlich eine(r) der beiden jemand anderen kennenlernt. Da ist dann auf einmal wieder alles neu, spannend und aufregend, da bekommt man wieder Aufmerksamkeit und Komplimente – und schon wird fremdgegangen. Manchmal geht es auch darum, irgendwelche Fantasien auszuleben, die man mit dem Partner bzw. der Partnerin nicht ausleben kann oder will – auch diese Motivation können Frauen ebenfalls haben.

    Die Sache ist also weitaus komplizierter, und kein Mann wird eine festgefahrene Beziehung oder Ehe retten können, indem nur er allein sich um seine Partnerin bemüht und von ihr keine gleichartigen Bemühungen erwartet. Das wird nur dazu führen, daß er sich letztendlich unglücklich fühlt, wenn seine Frau z.B. im Bett keinen Finger mehr rührt, von ihm aber ganz selbstverständlich stundenlange Massagen und sexuelle Höchstleistungen erwartet.

    In einer Partnerschaft kann man nicht immer nur nehmen, sondern man muß auch geben. Das gilt für alle Beteiligten. Wenn einer nur noch gibt und nichts mehr zurück bekommt, dann kann das nicht dauerhaft funktionieren.

  15. Gehöre zu denen, die ihren Mann aus o.g. Gründen verlassen hat. Hatte versucht die mangelnde Aufmerksamkeit und Wertschätzung meiner Arbeit dadurch zu kompensieren, dass ich mir selbst mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit zukommen lies. Habe Kurse besucht, bin Hobbies nachgegangen, was ich jahrelang vernachlässigt hatte, um meinem Mann den Rücken für seine Karriere frei zu halten, als die Kinder noch klein waren und er viel gearbeitet hat. Das führte dazu, dass er die Beziehung durch meinen „Freiheitsdrang“ gefährdet sah und mich massiv unter Druck setzte, diese Aktivitäten aufzugeben. Irgendwann habe ich es in diesem goldenen Käfig nicht mehr ausgehalten… Heute 5 Jahre später – und einer langen Reise nach innen mit viel Heilarbeit am inneren Kind – weiß ich, dass ich 50% der Verantwortung (keine Schuld!) für diese mangelnde Wertschätzung und Anerkennung trage…

    Der kleine Projektplan ist für Mann sicher hilfreich aber deckt nur 50% der Beziehungsarbeit ab. Die anderen 50% müssen von Frau kommen, indem sie diese Aufmerksamkeiten sieht, annimmt und auch anerkennt …

    Der Punkt ist doch für beide zu lernen, dass materielle Dinge (im weitesten Sinne) niemals Gegenleistung für Liebe sein können und sein sollten. Liebe entsteht aus sich selbst heraus, ist schon da und wird nicht erst, wenn ich etwas für einen anderen Menschen tue. Das heißt, ich muss an mir arbeiten, an meinem Selbstwert und meiner Eigenliebe, um nicht von materiellen Gaben meines Partners abhängig zu sein, um mich geliebt zu fühlen…

  16. Ja, das ist alles wahr. Macht mich richtig traurig: Bin gerade dabei durch meine Scheidung zu gehen. Meine Frau hatte mehrer aussereheliche Beziehungen weil sie sich nicht genug geliebt gefühlt hatte. Dabei hatte ich sie ganz doll geliebt. Scheisse.

    1. Hallo Jan, ich bin so eine Frau, die sich auch nicht genug geliebt fühlte. Mein baldiger Ex-mann wusste das auch. Nach einem halben Jahr trennung wollte ich uns noch eine Chance geben. Aber er wollte einfach nichts tun für unsere Ehe. Weitermachen wie vorher. Wir sind seit 4 Jahren „nur“ getrennt. Scheidung ist noch nicht geplant. Er will es nicht. Er sagt, er liebt mich – aber wohl nicht so wie ich es gerne hätte und das wird er auch nie – weil er es einfach nicht besser kann.
      Ja… ich zitiere dich gerne: Scheisse.

  17. Dass es „der größte Genuss eines Mannes“ ist “ wenn seine Frau strahlt und ihre Liebe ihm entgegenfließt“ sollte sicher umformuklier werden in „… eines liebenden Mannens …, aber ansonsten gehe ich mit den Autoren einig.
    „Damit das geschieht, muß er in ihr ein stabiles Gefühl der Verbundenheit hervorrufen. Viele Männer versäumen das oder wissen nicht, wie es geht.“ Auch richtig. Ich musste es erst in einem langen Prozess lernen. Dazu gibt es wunderbare Tipps in dem Buch von David Deida, das an anderer Stelle dieser site beworben wird.
    Wirklich intelligente Texte hier.
    Till Andreasberger

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